Übersetzung der Rede von Vicente am 26.12.2009
Liebe Freunde,
wir sind hier versammelt um gemeinsam unseren Unwillen über die Bauvorhaben im Herzen des Aridanetals auszudrücken, die wir als widersinnig und als Angriff auf unser aller Wohl empfinden.
Es handelt sich um einen Irrsinn, denn in weniger als 2 km. Abstand zu den nächsten Häuseransammlungen (Tajuya, La Laguna, Todoque, Los Campitos, Las Manchas,Tendiña) möchte man 2 Teer- und Asfaltfabriken errichten. Diese werden eine vielseitige Umweltbelastung verursachen: Luftverschmutzung, Lärmerzeugung sowie Bodenbelastung.
Man muss wissen, dass die häufigen Passatwinde von Ost nach West diese Luftverschmutzung über das ganze Aridanetal verteilen, was einen nicht wieder gut zu machenden Schaden für unsere Gesundheit darstellen wird.
Dies speziell für die Kinder, die sowieso empfindlicher mit Krankheiten auf solche Belastungen reagieren.
Die negativen Auswirkungen würde auch die Ökonomie der Zone zu spüren bekommen, vor allem die Landwirtschaft, Viehhaltung und der Tourismus etc. (Anmerkung der Übersetzerin: Dazu kommt noch die ZUSÄTZLICHE Umweltbelastung der Energieerzeugung: Unelco qualmt jetzt schon aus allen Löchern mit antiken Stromgeneratoren, die mit Diesel betrieben werden !)
Uns wurde Glaubens gemacht, dass diese Industriezone sich in einer ähnlichen Art entwickeln würde, wie die Zone bei la Grama (Breña) wo Hallen gebaut wurden, die von Firmen wie Pymes und anderen Selbstständigen, sowie dem einen oder anderen Supermarkt, Bars, Cafes etc. belegt wurden.
Wir glaubten an eine Industriezone, die Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen würde, aber niemals dachten wir, dass dort 2 Asfaltwerke installiert werden dürften. Die bringen keinen Wohlstand, weil sie all diejenigen vertreiben werden, die dort Parzellen gekauft haben, um ihre Unternehmen aufzubauen und die sich heute bewusst werden, dass sich der Wert dieser Parzellen in Luft aufgelöst hat.
Und jetzt kommt die Millionenfrage: .......und woher kommt es, dass die Industrieberater, der Stadtrat und die Gemeinde grünes Licht für so einen Schwachsinn gegeben haben?
Wie kann es sein, dass an eine Industrie, die vom Gesetz als lärmerzeugend, gesundheitsschädlich, giftig, gefährlich und umweltbelastend eingestuft wird, von eben diesen Ämtern Baulizenzen verteilt werden ??? Und dies ohne Einwilligung der betroffenen Anwohner??
Und überhaupt, von was für schützenden Massnahmen wird da gesprochen? Filter?(filltros de mangas) Für wie lange? Und was passiert, wenn giftige Gase entweichen und hunderte von Tonnen täglich über unsere Strassen transportiert werden? (Anmerkung der Übers: Produktionskapazität pro Std: 60 - 130 Tonnen Asfalt, das muss man sich erst mal vorstellen!! ) Sogar ein Unfall durch eine Explosion gehört zum realistischen Szenario der Risiken................
Also, was ist das für ein übler Scherz? ...... Wenn gesagt wird, dass durch die Kamine nur Wasserdampf rauskommt? -- Wer es glaubt soll sich doch ein Haus dort in der Nähe kaufen, mal sehen wie es ihm gehen wird. --- Man kann die Bevölkerung nicht auf diese Art für dumm verkaufen!
Jetzt wenden wir uns einer Geschichte zu, die sich vor kürzerer Zeit ereignet hat: Vor ungefähr anderthalb Jahren bekamen die Anwohner schlechte Nachrichten: Eine der 2 Asfaltfabriken war daran, die Papiere zu bekommen, um mit dem Bau beginnen zu können. Die Anwohner kamen nicht zu spät, obwohl man von niemandem erwarten kann jeden Tag den „Boca“ zu lesen. Sie nützten die Frist aus und sammelten Unterschriften und präsentierten Beschwerdeschriften, aber alles was sie als Antwort bekamen war ein grosses Schweigen.
Dann, erst vor kurzem und als sie erfuhren dass tatsächlich noch eine 2. Asfaltfabrik vor hatte sich am selben Ort niederzulassen, beschlossen sie, eine Plattform zu gründen, um die nötigen juristischen Schritte unternehmen zu können. Völlig desillusioniert von der Ignoranz der amtierenden Politiker, die anstatt das Wohlergehen und den Wohlstand der Bevölkerung zu fördern mit Schild und Schwert die Interessen der Geschäftsleute der Asfaltwerke verteidigten. ---- Sie werden wohl wissen warum...........
Trotz diesen unglücklichen Umständen wissen wir aber genau was wir möchten und was wir NICHT möchten: Wir möchten in einem Umfeld leben ohne Asfaltwerke und Umweltverschmutzung; wir möchten weiterhin die noch reine und gesunde Luft atmen, unsere Gärten bepflanzen, Fruchtbäume kultivieren und Gemüse anpflanzen und uns an unserer Natur erfreuen.
Auch möchten wir, dass unsere Kinder und Jugendliche weiterhin auf den Schulhöfen und Sportplätzen spielen und Sport betreiben können und die selbe gesunde Luft atmen, die wir im Moment noch haben.
Wir werden diesen Irrsinn nicht akzeptieren, wir werden weiter kämpfen mit der notwendigen Ausdauer, gegen diesen Komplott ausgeklügelter politischer und finanzieller Interessen von einigen Wenigen, die versuchen sich die Taschen zu füllen, und denen die Natur und unser kulturelles Erbe komplett egal ist.......Man braucht kein Intelligenzbolzen zu sein um zu erkennen, dass zwischen Asfalt, -Autobahn, - Überbauungen im grossen Stil und Golfplätzen eine klare Verbindung besteht. -- Dies heisst im Grunde, dass man eine grüne Insel in eine kranke Insel verwandelt. ----- Und wie sehr diese Damen und Herren doch betonen, dass sie UNSERE INSEL lieben!!
Wir unterstützen den nachhaltigen Fortschritt, aber wir widersetzen uns ganz klar einer Fortschrittsideologie, die nur den Reichtum für eine MINDERHEIT fördert, aber die MEHRHEIT DER BEVÖLKERUNG aussen vor lässt , ja ihr sogar schadet.
Wir möchten Unterstützung für den Tourismus Rural, für eine Landwirtschaft auch der kleinen Betriebe, für die Viehhaltung und für alternative Energien.SO soll es sein um das BIOSPHÄREN RESERVAT ehrlich zu vertreten !
Was wir brauchen ist mehr VORSTELLUNGSKRAFT und weniger UMWELTVERSCHMUTZUNG !!
Mehr gesunder Menschenverstand und Klugheit (Mut seine Meinung zu äussern) um diese KATASTROPHALE ENTWICKLUNG zu stoppen.
Wir werden weitermachen, koste es was es wolle und kämpfen gegen diesem Verwaltungskonflikt resp. Unsinn.
Wir werden rigoros ernstzunehmende Gutachten und Bescheinigungen sammeln, die unsere Argumente beweisen werden !
Übrigens, wer müsste wohl die Kosten übernehmen, wenn man die Unternehmer der Asphaltwerke entschädigen müsste ??
Mit nur einem kleinen Rest von Ehre müssten es all die palmerischen Politiker sein, die uns über die verschiedenen Institutionen der eigenständigen Gemeinden regieren und die uns diesen Irrsinn beschert haben.
Wir müssen uns wehren gegen diese Politiker die uns ignorieren und nur die Interessen einer Minderheit (= Oligarchie) vertreten und repräsentieren und die sich aufführen wie die neuen Dorfhäuptlinge, sich immer noch des Sprichwortes der vergangenen Epoche bedienen: Für den Freund den Gefallen.-- Für den Feind das Gesetz.
Nichts und niemand soll uns die Lebensqualität rauben die wir hier haben ! Die Insel gehört uns, den Menschen, den Einwohnern, und das gilt auch für das Aridanetal. Sie gehört weder den Politikern noch den Unternehmern.
Wir müssen erwachsen und reifer werden, müssen aufwachen, müssen den Mut entwickeln zu protestieren. So wie heute!
Mit Mut und Entschlossenheit werden wir unser Ziel erreichen.
Vielen Dank an alle, für die Unterstützung die wir von euch erhalten haben!